Du möchtest die Sichtbarkeit deines Online-Shops in den Google-Suchergebnissen deutlich verbessern? Dann kommst du an Google Product Grid SEO definitiv nicht vorbei! Sie bieten neue Möglichkeiten zur Produktpräsentation und sind ein echter Umsatztreiber, sofern du sie denn auch richtig nutzt. Ich verrate dir, wie dir das am besten gelingt.
Was ist das „Google Product Grid“?
Das Google Product Grid ist eine neue Integration von Google zur Darstellung von Produkten in den Suchergebnissen. Hierbei erscheinen die Produkte in einem Raster, was den Nutzern eine bessere Übersicht bei der Online-Suche verschaffen soll.
Auf diese Weise will der US-Konzern das Google Organic Shopping vorantreiben und seine Vormachtstellung im E-Commerce sichern.
Das Product Grid ist allerdings weitaus mehr als nur eine Produktliste. Es ist vielmehr ein intelligentes und dynamisches System, das auf den spezifischen Bedürfnissen der Nutzer beruht.
Während auf dem deutschen Markt bislang standardmäßig nur acht Produkte pro Grid sichtbar sind, können in den USA bis zu zehn Produkte angezeigt werden.

Screenshot der deutschen Google-Suche nach dem Suchbegriff „Backmischung“, aufgerufen am 13.01.2025.
Welchen Einfluss haben Product Grids auf SEO für Online-Shops?
Google Product Grids bringen große Veränderungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Online-Shops mit sich und stellen Online-Handel damit vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig ergeben sich neue Potenziale für all jene, die ihre Produktsuche rechtzeitig optimieren.
Was das konkret für Unternehmen bedeutet, habe ich im Folgenden für dich zusammengefasst.
Verschiebung der Klickverteilung
Schon jetzt nehmen Product Grids in den Suchergebnissen prominente Positionen ein und ziehen dadurch einen signifikanten Anteil der Klicks auf sich. Traditionelle Kategorie- und Übersichtsseiten verlieren somit an Bedeutung, wie die folgende Grafik des Gründers und Geschäftsführers von SISTRIX, Johannes Beus, zeigt.

Google CTR: Product Grid, Quelle: LinkedIn-Beitrag von Johannes Beus, SISTRIX (aufgerufen am 13.01.2025)
Online-Shops sollten ihre Produktdetailseiten deshalb bestmöglich optimieren, um sich dadurch einen der begehrten Plätze in den Product Grids zu sichern.
Technische Anforderungen und Datenfeeds
Eine fehlerfreie technische Infrastruktur ist nach wie vor entscheidend. So müssen Produkte zwingend valide Daten im „Google Merchant Center“ sowie strukturierte Daten auf den Produktseiten aufweisen, um in den Grids berücksichtigt werden zu können. Dies erfordert von Shop-Betreibern eine stärkere Fokussierung auf korrekte und umfassende Produktdaten.
Long-Tail-Optimierung
Sowohl der Produkttitel als auch die Beschreibung sind wesentliche Ranking-Faktoren. Durch die gezielte Optimierung auf Long-Tail-Keywords können Shops sicherstellen, dass ihre Produkte bei spezifischen Suchanfragen noch mehr Sichtbarkeit bekommen. So hat beispielsweise „weiße Sneaker Nike Air Max Größe 42“ deutlich bessere Chancen, in einem Grid zu erscheinen als nur die Angabe „Sneaker Nike“.
Wettbewerbsvorteile durch Preis und Bewertungen
Neben der technischen Optimierung sind externe Faktoren wie Preis, Lieferoptionen und Bewertungen wichtig. Produkte mit konkurrenzfähigen Preisen, schnellen Lieferzeiten und positiven Rezensionen werden bevorzugt angezeigt. Auch Rabatte und Gutscheine, die im „Google Merchant Center“ hinterlegt sind, können die Platzierung positiv beeinflussen.
Lokale Suchintention und Echtzeitdaten
Besonders für Suchanfragen mit lokalem Bezug bieten Product Grids neue Möglichkeiten. Shops, die Echtzeitinformationen über ihr lokales Produktangebot bereitstellen, können in speziellen Grids wie „In Stores Nearby“ erscheinen. Das wiederum stärkt die Verbindung zwischen den stationären Geschäften und dem Online-Handel.
Warum ändert Google das Layout der SERPs im E-Commerce?
Der Hauptgrund für das veränderte Layout der Google-Suchergebnisseiten (SERPs) ist der wachsende Druck durch den E-Commerce-Platzhirsch „Amazon“.
Denn dieser dominiert seit Jahrzehnten den Onlineversandhandel und hat seine eigene Suchmaschine sowie entsprechende Produktplatzierungen zu seiner Haupteinnahmequelle gemacht.
Aus diesem Grund setzt Google alles daran, die an Amazon verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen. Die Einführung der Product Grids in den SERPs ist daher eine logische Folge dieser Bemühungen.
Denn Google hat erkannt, dass Nutzer in den E-Commerce-Suchen eine ähnlich strukturierte Darstellung erwarten, wie sie das von der Amazon-Suche gewohnt sind. Mit einer klar strukturierten Darstellung sollen Benutzer die von ihnen gewünschten Produkte noch schneller finden, ohne hierfür extra die Suchergebnisse nutzen zu müssen.
Wo US-Konsumenten ihre Suche starten, wenn sie online einkaufen, habe ich mithilfe der folgenden Grafik für dich visualisiert.

Hierbei stützte ich mich auf die Zahlen des „Consumer Trends Reports: Q2 2022“ von Jungle Scout.
Die wichtigsten Hebel für Product Grid SEO im Überblick
Für eine erfolgreiche Optimierung von Product Grid SEO gibt es mehrere entscheidende Hebel, die es zu berücksichtigen und zu bedienen gilt.
Google Merchant Center Feeds
Die Grundlage für mehr Sichtbarkeit in den Google Product Grids sind valide und gut gepflegte Produkdatenfeeds im Google Merchant Center. Hierbei sollten idealerweise alle Produkteigenschaften korrekt erfasst werden, damit sie von Google ausgelesen und richtig angezeigt werden können. Hierfür empfiehlt sich ein kontinuierliches Datenmonitoring.
Strukturierte Daten nach schema.org vom Typ Product
Eine wichtige Voraussetzung für eine Platzierung in den Product Grids sind korrekt implementierte strukturierte Daten auf den Produktseiten deines Online-Shops. Denn sie ermöglichen es Google, deine Produkte vollständig zu erfassen und anschließend richtig in den Suchergebnissen anzuzeigen.
Optimierung der Produktdetailseiten
Eine weitere entscheidende Stellschraube ist die Optimierung der Produktdetailseiten selbst. Diese wiederum sollten neben einer prägnanten und einzigartigen Produktbeschreibung auch qualitativ hochwertige Bilder und gegebenenfalls Produktvideos enthalten. Eine wichtige Rolle spielt außerdem die URL-Struktur.
Diese Hebel sind nur einige der grundlegenden Maßnahmen, um sich in den Google Product Grids optimal aufzustellen.
Welche Länder haben aktuell Product Grids?
Organische Produktgitter dominieren aktuell besonders in den USA, Großbritannien, Australien und in Deutschland die Suchergebnisse.

Google Product Grids nach Ländern – Quelle: SEMrush Sensor (September 2024 im Vergleich zu April 2024)
Welche Arten von Product Grids gibt es?
Im Wesentlichen lassen sich folgende Grid-Arten unterscheiden:
- Produktwebsites + Standard Grid (in Deutschland)
- Popular Products Grid
- Fast Pickup or Delivery Grid
- Deals-Grid bzw. Rabatt-Grid
- In-Stores Nearby Grid
In Deutschland ist derzeit nur das Product Grid verfügbar, welches ich im Folgenden einmal näher beschreiben möchte.
Produktwebsites + Standard Grid in Deutschland
In Deutschland gehört das sogenannte Standard Product Grid zu den prominentesten Darstellungsformaten in den Google-Suchergebnissen. Insbesondere bei solchen Suchanfragen wie „Adidas Schuhe“ erscheint häufig ein Achter-Grid, das acht relevante Produkte anzeigt. Das Standard-Grid bietet Nutzern eine kompakte Produktübersicht und vereint die wichtigsten kaufrelevanten Produktmerkmale.
Aufbau und Funktionsweise des Standard-Grids
Das Standard-Grid erscheint direkt unterhalb der Produktwebsite in den Suchergebnissen und zeigt neben Produktbildern auch Produkttitel, eine Auswahl derjenigen Händler, die das gesuchte Produkt anbieten und durchschnittliche Nutzerbewertungen, die aus den Bewertungen aller gelisteten Händler aggregiert werden.
Klickt der Nutzer eines der angezeigten Produkte an, öffnet sich rechts auf dem Desktop ein detailliertes Layout mit einer Liste von Händlern, die das ausgewählte Produkt anbieten. Wählt der Nutzer nun einen Händler aus, so wird er direkt auf die dazugehörige Produktdetailseite (PDP) weitergeleitet.
Ranking der Händler innerhalb der Produktansicht
Für das Händler-Ranking wiederum sind gleich mehrere Faktoren entscheidend:
- Preis: Niedrige Preise sind ein wichtiger, aber nicht der einzige ausschlaggebende Faktor.
- Versandkosten: Händler mit kostenlosen oder geringen Versandkosten haben oft einen Vorteil.
- Verfügbarkeit: Produkte, die sofort verfügbar sind, werden bevorzugt.
- Markenstatus: Markenhersteller erzielen eine höhere Platzierung als Onlineversandhändler wie Amazon, selbst dann, wenn diese mit niedrigeren Preisen locken.
Bedeutung für die E-Commerce-Suche
Das Standard-Grid ist schon jetzt ein zentraler Bestandteil der Google-Produktsuche auf dem deutschen Markt und wird sicherlich auch weiterhin an Relevanz gewinnen.
Sollten noch weitere Features aus den USA wie detaillierte Händleransichten und erweiterte Ranking-Mechanismen auf dem deutschen Markt ausgerollt werden, wäre dies möglicherweise der bedeutendste Wandel in der E-Commerce-Suche der letzten zwei Jahrzehnte.
Unterschiedliche Darstellung in Deutschland und in den USA
Während das Standard-Grid in Deutschland aktuell acht Produkte umfasst, werden in den USA direkt zehn Produkte angezeigt. Diese Zahl kann allerdings – je nach Gerätetyp oder Suchkontext – leicht variieren.
Online-Shops bietet das Standard-Grid vor allem die Möglichkeit, gezielt Traffic auf einzelne Produktseiten zu lenken. Umso wichtiger ist daher die Optimierung der Produktdetailseiten – angefangen bei Produktbeschreibungen bis hin zu den strukturierten Daten. Eine zentrale Rolle spielt überdies ein gut gepflegter Produkt-Feed im Google Merchant Center. Nun können sich Online-Handel einen der begehrten Plätze im Grid sichern und somit weiterhin ausreichend Sichtbarkeit erzielen.

Darstellung des Google Product Grids auf dem Desktop in Deutschland.
Das Layout variiert dabei je nach Gerät. So erscheint auf mobilen Geräten das Karussell weitaus häufiger als das Grid, was einen erheblichen Einfluss auf die Klickrate (CTR) haben kann.

In der mobilen Ansicht kommt das Karussell-Format zum Einsatz.
Variabel ist auch die Anzahl der Produkte: Während das Karussell-Format, insbesondere in der Desktop-Ansicht, lediglich vier Produkte anzeigt, werden im Grid-Format standardmäßig acht Produkte ausgespielt.
Popular Products Grid
Das Popular Product Grid erscheint aktuell vornehmlich in den USA und schließt alle Produkte mit ein, die Google als beliebt einstuft. Welche das genau sind, ermittelt Google, indem es sowohl das Suchverhalten der Nutzer auswertet als auch andere produktrelevante Metriken aus dem Merchant Center heranzieht.
Für die Darstellung beliebter Produkte kommt das Popular Product Grid in der Desktop-Ansicht weitaus häufiger zum Einsatz als das Karussell.

In den USA sind sogenannte Popular Products Grids inzwischen weitverbreitet.
Fast Pickup or Delivery Grid
„Fast Pickup or Delivery Grid“ hebt Produkte hervor, die sich durch besonders schnelle Lieferzeiten hervortun oder durch die Möglichkeit, Ware im Internet zu bestellen und im Ladenlokal abzuholen (Click-and-Collect), auszeichnen. Damit möchte Google gezielt solchen Händlern mehr Sichtbarkeit verschaffen, die optimal auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse eingehen.
Schnelle Lieferzeiten und Abholmöglichkeiten wiederum sind ein wichtiger Faktor, der die Kaufentscheidung stark zugunsten eines Anbieters beeinflussen kann.
Das Erscheinungsbild des „Fast Pickup or Delivery Grid“ variiert dabei je nach Suchanfrage. So wurde mit „Lieferbar bis zum 24. Dezember“ (engl.: „Get it by Dec 24“) in der Vorweihnachtszeit eigens ein Filter eingeführt, mit dessen Hilfe Nutzer ihre Weihnachtsgeschenke bequem online bestellen konnten. Das Besondere dabei: Das garantierte Lieferdatum stellte sicher, dass jede Bestellung rechtzeitig zum Fest bei den Empfängern eintraf.

Fast Pickup or Delivery Grids verleihen dem Saisongeschäft einen Boost.
Deals-Grid bzw. Rabatt-Grid
Das Deals Product Grid hebt rabattierte Produkte hervor. Diese werden mit einem entsprechenden Label versehen, um die damit verbundenen Kundenvorteile visuell hervorzuheben.
Dabei handelt es sich nicht zwingend um „beliebte“ Produkte, obwohl es häufig Überschneidungen mit dem Popular Product Grid gibt. Der Zweck dieser Integration besteht darin, Nutzern Produkte mit einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu präsentieren.
In den USA bietet Google Nutzern zusätzlich die Möglichkeit, gezielt nach stark reduzierten Artikeln zu suchen. Daraus ergeben sich vor allem für Shops mit günstigen Angeboten gute Möglichkeiten, um in diesen speziellen Kategorien Sichtbarkeit zu erlangen und Traffic zu generieren.
Im US-amerikanischen Raum erfreut sich die neue Funktion zu Recht großer Beliebtheit und soll daher mittelfristig auch in anderen Ländern ausgerollt werden.

Ein wesentlicher Bestandteil von Google Organic Shopping sind Deals bzw. Rabatt Grids.
In-Stores Nearby Grid

Das In-Stores Nearby-Grid ermöglicht eine gezielte Suche nach Produkten in der Nähe.
Das In-Stores Nearby Grid bedient transaktionale Suchanfragen mit einer möglichen lokalen Suchintention. So können lokale Händler ihr Inventar mit dem Datenfeed verknüpfen, um sich die aktuelle Produktverfügbarkeit in nahegelegenen Filialen anzeigen zu lassen. Im Gegensatz zu den anderen Grids umfasst es lediglich fünf Produkte und zeichnet sich durch eine Swipe-Funktion aus.
Das In-Stores Nearby Grid wurde in den USA erst Ende 2024 als Standardfunktion eingeführt und bietet vor allem gute Ranking-Chancen für Online-Handel mit mehreren stationären Geschäften. Allerdings sind die Einrichtung und Verwaltung des lokalen Bestandsfeeds noch recht komplex, weshalb es sich hauptsächlich für größere Einzelhändler eignet.
Auch wenn diese Funktion in Deutschland bisher noch nicht verfügbar ist, so ist es sehr wahrscheinlich, dass Google sie in Kürze auch hierzulande einführen wird.
Wie funktioniert das Ranking in den Product Grids?
Für das Ranking in den Product Grids werden mehrere Kriterien berücksichtigt, die über die reine Qualität des Produkts hinausgehen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Validität der Artikel sowie deren korrekte Auszeichnung durch strukturierte Daten.
Valide Items innerhalb des „Merchant Center“ und strukturierte Daten auf den Produktseiten
Der erste und wichtigste Schritt für ein erfolgreiches Ranking in den Product Grids besteht darin, sicherzustellen, dass die Produkte als valide Items gelten. Dies bedeutet, dass sie sowohl im Merchant Center als auch im Produktfeed fehlerfrei hinterlegt und korrekt auslesbar sein müssen. Denn technische Mängel, wie z. B. unvollständige oder gar fehlende Angaben, können dazu führen, dass die entsprechenden Produkte im Ranking nicht mitberücksichtigt werden.
Ebenso entscheidend ist die Verwendung strukturierter Daten auf den Produktseiten. Diese wiederum sorgen dafür, dass alle relevanten Informationen von Google erfasst und den Suchergebnissen korrekt zugeordnet werden können. Insbesondere die Kombination aus gültigen Feeds und strukturierten Daten erhöht die Chancen darauf, in den organischen Product Grids gelistet zu werden.
Die „Google Search Console“ bietet hierzu hilfreiche Einblicke in die Validität der hinterlegten Produkte. Durch den Vergleich der gültigen Artikel in den Tabs „Produkt-Snippets“ und „Händereinträge“ lassen sich potenzielle Probleme schnell erkennen. Gibt es hier deutliche Abweichungen, so kann das die Ursache für die Rankingprobleme sein.
Achte deshalb unbedingt darauf, dass alle Artikel im Merchant Listing valide sind und dass alle Seiten entsprechende Berechtigungen haben. Dies gelingt dir, indem du z. B. AggregateOffer durch inProductGroupWithID in den strukturierten Daten ersetzt.
Die Verwendung von ProductGroup-Daten hilft dir dabei, die Anzahl gültiger Merchant Listings zu steigern, was wiederum nicht nur zu einer besseren Übereinstimmung mit den Produkt-Snippets, sondern auch zu einem signifikanten Anstieg des Traffics aus kostenlosen Listings führen kann.
Wer also in den Product-Grids ranken will, der sollte unbedingt sicherstellen, dass alle Items valide sind und mit strukturierten Daten auf den Produktseiten ausgezeichnet worden sind.
Keyword-Optimierung des Produkttitels auf den Longtail
Ein weiterer wesentlicher Ranking-Faktor ist die Optimierung der Produkttitel auf Longtail-Keywords. Das bedeutet, dass Produkttitel so spezifisch wie möglich gestaltet werden sollten. Verwende anstatt „Nike Schuhe“ immer eine spezifische Produktbezeichnung wie beispielsweise „Nike Air Max Größe 42“.
Und so geht’s:
Verwende deinen Produkttitel an folgenden Stellen:
- im Title-Tag,
- in der Hauptüberschrift (H1)
- und in der Produktbeschreibung.
Denke außerdem daran, die Daten im Google Shopping Feed auf den Longtail zu optimieren.
Weitere Tipps zum Umgang mit Produktvarianten findest du zudem im folgenden Blogbeitrag: Produktvarianten & SEO: Bewährte Strategien für Online-Shops.
Umfangreiche Produktinformationen
Produkte mit detaillierten und umfassenden Informationen ranken in der Regel besser. Neben einer ausführlichen Produktbeschreibung zählen hierzu hochwertige Bilder, Videos und die Auszeichnung mit strukturierten Daten vom Typ „Product“, die alle relevanten Attribute, wie z. B. Farbe, Größe, Material und weitere Details, enthalten.
Auch im Google-Feed sollten die Informationen vollständig und konsistent sein. Denn umfangreiche Produktinformationen steigern nicht nur die Chance auf ein gutes Ranking, sondern erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Kunden für dein Produkt entscheiden.
Laut Google gibt es zudem grundlegende Anforderungen, die für eine effektive Einbindung in die Product-Grids wichtig sind. Dazu gehört die Bereitstellung von GTIN oder MPN.
Produktbewertungen/„Product Reviews“
Kundenbewertungen spielen eine zentrale Rolle für das Ranking in den Product-Grids. Denn Google bevorzugt Produkte, die über zahlreiche und möglichst positive Bewertungen verfügen. Diese Rezensionen werden direkt in den Suchergebnissen angezeigt und erhöhen sowohl die Klickrate als auch die Glaubwürdigkeit eines Produkts.
Shops, die also aktiv Bewertungen sammeln und anzeigen, verschaffen sich dadurch einen klaren Vorteil. Daher empfiehlt es sich, Kunden regelmäßig um ein Feedback zu bitten und ein solches prominent auf den Produktseiten darzustellen.
Gut zu wissen:
Wenn mehrere Händler versuchen, für dasselbe Produkt eine Top-Platzierung in den Rankings zu erreichen, entsteht eine große Anzahl an Bewertungen, die direkt im Product-Grid zusammengeführt werden. In solchen Fällen spielen die Produktbewertungen auf deiner eigenen Seite möglicherweise eine geringere Rolle. Wenn dein Produkt jedoch ausschließlich über deine eigene Website erhältlich ist und bereits viele Bewertungen gesammelt hat, steigen deine Chancen, bei umkämpften Suchanfragen besser zu ranken als andere Wettbewerber.
Vorteile im Vergleich zum Wettbewerb
Nachdem alle grundlegenden Optimierungsfaktoren wie SEO, OnPage-Optimierung und Kundenbewertungen berücksichtigt worden sind, gibt es immer noch einen entscheidenden Faktor, der schwer zu beeinflussen ist, nämlich der Wettbewerbsvergleich. Auch wenn alle anderen Faktoren (z. B. Lieferzeiten) mit denen der Konkurrenz übereinstimmen, können bestimmte Vorteile im Vergleich zum Wettbewerb den Unterschied ausmachen.
Besserer Preis
Ein zentraler Vorteil, der im Wettbewerb häufig ausschlaggebend ist, ist der Preis. Wenn nämlich zwei Produkte in allen anderen Aspekten – Bewertungen, OnPage-Optimierung und Markenbekanntheit – gleichwertig sind, entscheidet in der Regel der Preis, welcher Anbieter weiter oben rankt.
Ein günstigeres Produkt punktet dabei immer, da Verbraucher in der Regel preisbewusst sind. Deshalb erzielen Produkte mit einem niedrigeren Preis deutlich bessere Rankings als die teureren Waren mit den ansonsten übereinstimmenden Produktmerkmalen. So können Händler durch Preisvorteile ihre Rankings im Vergleich zu anderen Anbietern verbessern.
Dies sieht man auch deutlich an folgendem Beispiel:

Preisvorteile können im organischen Google Shopping das Zünglein an der Waage sein.
Das gesuchte Adidas-Modell ist gleich bei mehreren Händlern erhältlich. Die besten Positionen im Ranking belegen allerdings nur Anbieter mit dem attraktivsten Gesamtpreis (inkl. Lieferkosten). In diesem konkreten Fall ist es der Hersteller selbst und Amazon.
An diesem Beispiel fällt jedoch auf, dass die Marke eine übergeordnete Rolle spielt. Relevant für das Ranking sind zudem auch Kriterien wie die Rückgabebedingungen, die Lieferkosten und die Versandbedingungen sowie die Bekanntheit des betreffenden Produkts – dazu gleich mehr.
Lieferkosten und Versandbedingungen
Die Lieferkosten und die Versandbedingungen sind weitere wichtige Rankingfaktoren. Ein günstiger Preis allein reicht daher bei Weitem nicht aus. Anbieter, die zusätzliche Versandkosten berechnen, laufen Gefahr, von ihren Konkurrenten mit kostenlosem Versand oder mit einem noch niedrigeren Produktpreis überholt zu werden.

Auch die Lieferkosten und Versandbedingungen beeinflussen das Ranking in den Google Product Grids maßgeblich.
Zwar verkauft der Sportfachhändler „Hervis“ den Adidas-Schuh scheinbar günstiger, doch durch die Versandkosten ergibt sich ein insgesamt höherer Preis im Vergleich zum Angebot des Herstellers. So verhält es sich auch mit dem Angebot von „Schuh-Okay“. Auch hier treiben die Versandkosten den günstigeren Produktpreis in die Höhe, weshalb dieser Anbieter ein schlechteres Ranking erzielt als seine Wettbewerber.
Markenbekanntheit
Wie bereits erwähnt: Die Markenbekanntheit spielt eine entscheidende Rolle im Wettbewerbsvergleich. So kann ein Produkt mit einem höheren Preis trotzdem weiter oben ranken, wenn das Angebot von einer großen Marke stammt. Aus diesem Grund rankt in unserem Beispiel die Produktdetailseite des Adidas-Shops besser als die der Retailer.

Einen Rankingvorteil haben auch bekannte Marken.
Bekanntheit des Produkts
Neben der Markenbekanntheit ist auch die Bekanntheit des Produkts selbst maßgeblich. So ranken bekannte Produkte deutlich besser als unbekannte Produkte. Denn die Popularität des Produkts wirkt sich unmittelbar auf das Suchvolumen aus.
Kein Wunder also, dass bei einer transaktionalen Suchanfrage wie „Sneaker kaufen“ das Sneaker-Modell „Nike Air Force“ eine gute Platzierung im Grid erreicht.

Bekannte Produkte erzielen oftmals bessere Rankings als andere Artikel.
Welche weiteren Einflussfaktoren auf die Performance in den Google Shopping Grids gibt es?
Die Performance in den Google Shopping Grids wird nicht nur ausschließlich durch solche Faktoren wie den Preis, Versandkosten, Markenbekanntheit und die Bekanntheit des Produkts beeinflusst. Darüber hinaus gibt es noch weitere relevante Einflussfaktoren auf die Performance, die es für Online-Handel zu berücksichtigen gilt.
Händlerbewertungen („Seller Ratings“)
Händlerbewertungen sind für das Ranking in den Google Shopping Grids besonders wichtig. Denn positive Bewertungen und gute Sternebewertungen stärken nachweislich das Vertrauen potenzieller Kunden in den Anbieter und signalisieren Google damit, dass der Händler vertrauenswürdig ist. Händler mit besseren Bewertungen werden von Google daher eindeutig bevorzugt. Gütesiegel, wie z. B. „Trusted Shops“, schaffen zusätzliches Vertrauen. Welche Elemente außerdem Kaufentscheidungen beeinflussen, erfährst du im folgenden Beitrag: Googles „Messy Middle Model”: Kaufverhalten entschlüsselt 🔍.
Darüber hinaus können Händlerbewertungen auch prominent in anderen Bereichen platziert werden, wie etwa im Shopping-Tab für kostenlose Einträge. So hat Google kürzlich in den USA ein Feature eingeführt, bei dem Verkäuferbewertungen in organischen Webseiten-Listings angezeigt werden können, falls die Funktion „AggregateRating“ auf einer Kategorieseite nicht verwendet wird.
Google-Zertifizierung: „Händler mit Spitzenqualität“
Das Qualitätssiegel „Händler mit Spitzenqualität“ stellt eine weitere Möglichkeit für Online-Shops dar, sich eine prominente Platzierung im Product-Grid zu sichern. Die Vergabe des Abzeichens basiert auf Qualitätskriterien wie schneller Versand, transparente Rückgabebedingungen, hochwertige Webseiten und positive Bewertungen.
Denn Anbieter, die diese Kriterien erfüllen, werden von Google als zuverlässige und vertrauenswürdige Partner eingestuft und genießen folgerichtig eine höhere Sichtbarkeit in den Shopping-Grids.
Rabatte und Gutscheine im „Merchant Center“
Rabatte und Gutscheine, die im Google Merchant Center hinterlegt werden, sind ein weiteres wirkungsvolles Instrument, um die Klickrate und damit ihre Rankingposition im Grid zu verbessern. Denn viele Kunden sind preisbewusst und bevorzugen daher Angebote wie „10 % Rabatt“ oder „kostenloser Versand ab x Euro“. Händler tun also gut daran, diese Möglichkeit zu nutzen, um sich auf diese Weise Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Mittlerweile werden Gutscheincodes nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland direkt in den Google-Suchergebnissen angezeigt. Diese können im Google Merchant Center hinterlegt werden. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie direkt im Snippet erscheinen und so einfach und bequem aus den Suchergebnissen herauskopiert werden können. Während es noch unklar ist, wie sich das auf die Marge der Produkte auswirkt, dürfte sich dadurch die Klickrate auf die Suchergebnisse signifikant erhöhen.
Zuvor waren die Gutscheincodes ausschließlich in den „Organic Shopping Grids“ von Google sichtbar. Dort sorgten sie für mehr Aufmerksamkeit und könnten zu einer besseren Platzierung des Eintrags geführt haben. Diese Funktion lässt sich inzwischen auch in Deutschland schnell integrieren, ist aber noch weitgehend unbekannt. Kein Wunder also, dass der Großteil der Online-Shops sie bis jetzt nicht nutzt. Mit einer Integration hättest du daher einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Und so richtest du sie ein:
Schritt 1: Öffne das „Merchant Center Dashboard“.
Schritt: 2: Wähle den Bereich „Marketing“ aus und klicke dann auf „Aktionen“.
Schritt 3: Füge nun alle für deine Rabattaktion oder deinen Gutschein relevanten Daten hinzu.
„Buy Now“-Button
Der „Buy Now“-Button ist eine neuartige Funktion von Google, die aktuell in den USA getestet wird und möglicherweise auch bald in Deutschland verfügbar sein könnte. Damit können Nutzer die von ihnen gesuchten Produkte direkt aus den Google-Suchergebnissen heraus kaufen, ohne die Website des Händlers besuchen zu müssen. Wer diese Integration nutzt, verschafft sich also einen entscheidenden Vorteil hinsichtlich den Shopping-Grids.
Auffällig ist dabei, dass Googles E-Commerce-Suchergebnisse immer mehr den Kategorieseiten von Amazon ähneln und „Organic Shopping“ somit zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Der „Buy Now“-Button könnte ein echter Gamechanger für den E-Commerce sein.
Zu 1: Statt einer Liste mit „blauen Links“ kommen nun Quickfilter zum Einsatz, die relevante Produktkombinationen und Kategorien beinhalten. Auf diese Weise versucht Google, den Traffic auf der eigenen Plattform aufrechtzuerhalten und gleichzeitig eine bessere Nutzererfahrung zu ermöglichen.
Zu 2: In der Desktop-Ansicht enthält die linke Sidebar eine klassische Filternavigation, wie wir sie von größeren Online-Shops kennen.
Zu 3: Das „Organic Shopping Grid“ mit aktuell 10 Produkten erscheint direkt zu Beginn der SERP und damit oberhalb der klassischen organischen Suchergebnisse.
Zu 4: Gerade einmal ein einziges klassisches organisches Suchergebnis schafft es in den sichtbaren Bereich. Dies gilt für die Desktop-Ansicht. Auf mobilen Endgeräten müssen Nutzer gegebenenfalls sogar zweimal scrollen.
Zu 5: Google hält den Traffic auf der eigenen Suchergebnisseite. Beim Klick auf das Produkt im Organic Shopping Grid landen Nutzer somit nicht direkt auf der Website des Online-Shops, sondern bleiben weiterhin in der SERP.
Zu 6: Anstatt einer Produktdetailseite (PDP) öffnet sich eine „Buybox“ mit den wichtigsten Produktinformationen und mit einer Liste aller relevanten Händler (inkl. Preisvergleich).
Wer auf ein gutes Angebot wartet, der kann sich im eingeloggten Modus per Push-Benachrichtigungen informieren lassen, sobald der Preis für das gewünschte Produkt sinkt.
Zu 7: Mit dem „Buy Now“-Button landen Nutzer ohne Umwege im Check-out des jeweiligen Shops, ohne diesen besuchen zu müssen. Auf diese Weise können sie die gewünschten Produkte direkt aus Google heraus kaufen.
Die Auswirkungen dieser Entwicklung für die E-Commerce-Suche sind derzeit noch schwer absehbar, doch der Trend ist klar: Klassische organische Suchergebnisse werden von den „Organic Shopping Grids“ schon jetzt regelrecht verdrängt. Dies verrät ein Blick in die USA. Doch auch in Deutschland deutet alles darauf hin, dass die neue Funktion, sobald sie denn hierzulande vollständig ausgerollt wird, enorme Veränderungen im Klickverhalten der Nutzer zur Folge haben dürfte.
Insbesondere für große Online-Shops ist es daher durchaus sinnvoll, den „Buy Now“-Button zeitnah zu testen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass „Google Product Grids“ zweifelsohne die Zukunft des E-Commerce-SEO darstellen. Mehr noch: Sie werden das Sucherlebnis („Search Experience“) grundlegend verändern. Die verschiedenen Grid-Arten wie das „Standard-Grid“, das „Popular Products Grid“, das „Fast Pickup or Delivery Grid“, das „Deals-Grid bzw. Rabatt-Grid“ und das „In-Stores Nearby Grid“ zeigen deutlich, dass Google alle Register zieht, um den Traffic auf der eigenen Plattform zu halten. Die Einführung der neuen Funktionen wirkt sich zudem positiv auf die Nutzererfahrung aus. Denn je übersichtlicher die E-Commerce-Suche ist, desto einfacher und schneller finden Nutzer die gewünschten Produkte. Das wiederum führt zu einer höheren Nutzerzufriedenheit und damit zu einer stärkeren Userbindung an die Suchmaschine.
Für Händler ist die Platzierung in den „Product Grids“ daher besonders wichtig, um in einer zunehmend wettbewerbsintensiven Umgebung sichtbar zu bleiben.
Die Performance in den Grids hängt wiederum von mehreren Faktoren ab. Neben dem Preis, den Versandkosten und der Markenbekanntheit spielen auch Bewertungen und Google-Qualitätssiegel wie „Händler mit Spitzenqualität“ sowie Rabatte und Gutscheine eine bedeutende Rolle.
Auch der „Buy Now“-Button dürfte einen starken Einfluss auf das Nutzerverhalten haben, da er den Kaufprozess direkt in die Google-Suchergebnisse verlagert. Nach seinem vollständigen Roll-out in Deutschland sind folgerichtig massive Veränderungen im Klick- und Kaufverhalten der Nutzer zu erwarten.
Denn klassische organische Suchergebnisse verlieren zunehmend an Bedeutung, während das „Organic Shopping Grid“ und die Optimierung von Produktdetailseiten immer wichtiger werden. Online-Handel sollten ihre Datenfeeds und Produktseiten deshalb noch stärker in den Fokus rücken, um ihre Position im Wettbewerb nachhaltig zu sichern.
Da Google momentan viele Tests und Änderungen am Layout der Suchergebnisseiten durchführt, ist es für Händler somit unverzichtbar, stets auf dem neuesten Stand zu sein. Gleichzeitig wird eine umfassende Auswertung der „Product Grid Performance“ ab 2025 unerlässlich sein, um Optimierungspotenziale zu erkennen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Kurzum: „Google Product Grids“ sind nicht nur ein kurzfristiger Trend, sondern vielmehr ein zentraler Bestandteil einer langfristigen E-Commerce-SEO-Strategie.
Quellen:
- GTIN finden – Google Merchant Center-Hilfe
- MPN [mpn] – Google Merchant Center-Hilfe
- Eindeutige Produktkennzeichnungen -Google Merchant Center-Hilfe
- Einführung in strukturierte Daten für Produkte auf Google | Google Search Central | Dokumentation
- Richtlinien für das Gütesiegel „Händler mit Spitzenqualität“ – Google Merchant Center-Hilfe
- Informationen zu Geschäften mit Spitzenqualität – Google Merchant Center-Hilfe
- Das Gütesiegel für Händler mit Spitzenqualität auf Ihrer Website einfügen – Google Merchant Center-Hilfe
- Google Merchant Center Hilfe I Implementation guide
Über den Autor

Michael ist Gründer und Geschäftsführer der experics digital GmbH. Als Berater mit über 15 Jahren Erfahrung in Organic Search unterstützt er gemeinsam mit seinem Team mittelständische Unternehmen in den Bereichen SEO und GEO (Generative Engine Optimization).
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