Tool · Performance

KUR-Rechner
mit Margen-Logik.

Kosten-Umsatz-Relation live berechnen — mit Bruttomarge, Profit-Anzeige, Break-Even-KUR und automatischer ROAS-Umrechnung. Für sauberes E-Commerce-Reporting im DACH-Raum.

Die im betrachteten Zeitraum gezahlten Werbekosten.

Bruttoumsatz aus der Kampagne — idealerweise nach Retouren- Abzug.

Anteil des Umsatzes nach Wareneinsatz / COGS.

Kosten-Umsatz-Relation
22,22%
1.000 € Werbekosten pro 4.500 € Umsatz.
Entspricht einem ROAS von 4,50×
Profitabel
Bruttogewinn1.350 €
− Werbekosten1.000 €
Nettogewinn350 €

Deine KUR liegt 7.8 Prozentpunkte unter der Bruttomarge — die Kampagne erzeugt nach Abzug der Werbekosten echten Gewinn.

Break-Even-KUR

Bei einer Bruttomarge von 30 % darfst du höchstens diesen KUR fahren, ohne draufzuzahlen:

30,0%
0 %Break-Even: 30.0 %45 %

Faustregel: Solange KUR ≤ Bruttomarge, ist die Werbung kostendeckend. Mit Wachstumsabsicht kann eine KUR über der Marge bewusst gefahren werden — vorausgesetzt, der CLV kompensiert das.

KUR ↔ ROAS Umrechnung

Beide Kennzahlen messen dasselbe — nur invers. Die wichtigsten Werte zum schnellen Übersetzen:

KURROAS
5 %20.00 ×
10 %10.00 ×
15 %6.67 ×
20 %5.00 ×
25 %4.00 ×
30 %3.33 ×
40 %2.50 ×
50 %2.00 ×
60 %1.67 ×
70 %1.43 ×

Vorteile

Was dir der KUR-Rechner bringt.

Profit statt Pauschalziel

KUR allein sagt nichts darüber, ob du Geld verdienst. Mit Marge berechnen wir Bruttogewinn, Nettogewinn und die Break-Even-KUR — die Schwelle, ab der jeder Werbe-Euro Verlust erzeugt.

ROAS-Umrechnung mitgeliefert

Wer mit US-Tools (Google Ads, Meta) arbeitet, denkt in ROAS. Wer mit deutschen Reportings, Affiliate-Verträgen und Marktplätzen arbeitet, in KUR. Wir zeigen beide gleichzeitig — kein Übersetzungsfehler mehr.

DACH-Standard

In deutschen E-Commerce-Reportings ist KUR die geforderte Hauptkennzahl — bei Marktplatz-Provisionen, Affiliate-Modellen und Performance-Agentur-Verträgen. Sauber gerechnet ist Pflicht, nicht Kür.

Tipps zur KUR-Steuerung

6 Hebel für eine saubere KUR-Praxis.

KUR ist einfach gerechnet, aber sauber gesteuert ist sie eine Kunst. Hier die wichtigsten Stellschrauben für E-Commerce.

KUR < Marge ist die Grundregel

Solange deine KUR unter der Bruttomarge liegt, deckt der Bruttogewinn die Werbekosten. Was darüber hinausgeht, ist bewusste Wachstumsinvestition — nicht profitable Werbung.

Retouren vor KUR-Berechnung abziehen

Im Fashion-Handel mit 30–50 % Retourenquote ist die Brutto-KUR aus Google Ads systematisch zu niedrig. Tatsächliche KUR rechnet mit Netto-Umsatz nach Retouren — das ändert die Rechnung erheblich.

KUR-Ziele pro Produktcluster

Pauschal-Ziele wie „max. 25 % KUR“ sind irreführend. High-Margin-Sortiment darf 35 % fahren, Low-Margin-Sortiment muss bei 12 % liegen. Cluster bilden, KUR-Ziele differenzieren.

Wachstums-KUR vs. Profit-KUR trennen

Wachstums-KUR liegt bewusst über Break-Even — du kaufst Marktanteil oder Neukunden, refinanziert über CLV. Profit-KUR liegt darunter — du erntest Bestand. Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Werte.

Nicht mit Werbekostenanteil verwechseln

Werbekostenanteil (WKA) bezieht Werbekosten auf den Gesamtumsatz, KUR nur auf den Werbeumsatz. WKA = Werbekosten / Gesamtumsatz, KUR = Werbekosten / Werbeumsatz. Unsauber gemischte Reportings führen zu Fehlentscheidungen.

Attribution sauber wählen

Last-Click-KUR überzeichnet bezahlte Kanäle, weil sie typischerweise am Funnel-Ende stehen. Data-Driven oder Marketing Mix Modeling für die echte Sicht — sonst verschiebst du Budget basierend auf Phantom-Werten.

Hintergrundwissen

Alles, was du über die Kosten-Umsatz-Relation wissen musst.

Was ist die Kosten-Umsatz-Relation (KUR)?

Die Kosten-Umsatz-Relation (KUR) gibt in Prozent an, welcher Anteil des Umsatzes für Werbung aufgewendet wurde. Eine KUR von 25 % bedeutet: Pro 100 € Werbeumsatz wurden 25 € Werbekosten investiert. Der Rest (75 €) ist Bruttoumsatz — daraus muss noch Wareneinsatz und alle anderen Kosten bezahlt werden.

Die KUR ist im DACH-Raum — und besonders im deutschen E-Commerce — die geforderte Standardkennzahl. Bei Marktplatz-Provisionen, Affiliate-Modellen und Performance-Agentur-Verträgen wird KUR eingefordert, nicht ROAS.

Wie wird die KUR berechnet?

Die Formel ist denkbar einfach:

KUR (%) = ( Werbekosten ÷ Umsatz ) × 100

Beispiel: 1.000 € Werbekosten erzeugen 4.500 € Umsatz → KUR = (1.000 ÷ 4.500) × 100 = 22,2 %. Anders gesagt: 22,2 % des Werbeumsatzes wurden für Werbung aufgewendet.

KUR vs. ROAS — was ist der Unterschied?

KUR und ROAS messen exakt dasselbe — nur invers. Beide beschreiben das Verhältnis von Werbekosten zu Werbeumsatz, aus unterschiedlichen Blickwinkeln:

  • ROAS antwortet: Wie viel Umsatz bringt mir jeder Werbe-Euro? (höher = besser)
  • KUR antwortet: Welcher Anteil meines Umsatzes geht für Werbung drauf? (niedriger = besser)

Die Umrechnung ist trivial:

ROAS = 100 ÷ KUR · KUR = 100 ÷ ROAS

KUR 25 % entspricht ROAS 4×. KUR 33 % entspricht ROAS 3×. Welche Kennzahl du nutzt, ist Konvention — oft eine Frage des Tools (Google Ads denkt in ROAS, deutsche Marktplätze und Reportings in KUR) oder des Vertrags (Affiliate-Modelle laufen meist auf KUR-Basis).

Was ist eine gute KUR?

Es gibt keinen universellen „guten“ KUR-Wert. Was zählt, ist immer das Verhältnis zur Bruttomarge:

  • 20 % Marge → max. 20 % KUR (Break-Even)
  • 30 % Marge → max. 30 % KUR (Break-Even)
  • 50 % Marge → max. 50 % KUR (Break-Even)

Profitabel ist jede KUR, die unter der Bruttomarge liegt. Wachstumsorientiert kann auch eine KUR über der Marge Sinn ergeben — vorausgesetzt, der Customer Lifetime Value (CLV) finanziert den Erst-Kauf-Verlust später wieder zurück.

In der Praxis arbeiten viele DACH-E-Commerce-Marken mit KUR-Zielen zwischen 10 und 30 %, abhängig vom Produktmix. Brand-Kampagnen können einstellig sein, Acquisition- Kampagnen bewusst höher.

Häufige Fehler bei der KUR-Steuerung

  • KUR mit Werbekostenanteil verwechseln: KUR bezieht sich auf den Werbeumsatz, WKA auf den Gesamtumsatz. Vermischte Reportings führen zu groben Fehlinterpretationen.
  • Brutto-KUR statt Netto-KUR: Retouren, Storno und Zahlungsausfälle ignorieren. Im Fashion-Handel kann das die KUR um 30–50 % verzerren.
  • KUR-Ziele ohne Margen-Bezug: „Max. 25 % KUR“ ohne Differenzierung nach Sortiment ist Pseudo-Steuerung. High-Margin-Produkte könnten 40 % fahren, Low-Margin müsste bei 12 % bleiben.
  • Brand-Kampagnen im selben Topf: Brand-Search-KUR liegt oft im einstelligen Bereich, ist aber inkrementell fast wertlos. Brand- und Non-Brand- Performance separat bewerten.
  • Last-Click-Attribution-Bias: Die KUR aus Last-Click-Reports überzeichnet bezahlte Kanäle. Lieber Data-Driven Attribution oder Marketing Mix Modeling für die echte Sicht.

KUR ist Reporting, nicht Strategie

Sauberes Performance-Reporting beginnt mit sauberem Tracking.

Channel-Mix, Attribution, organische Sichtbarkeit, CRO und Margen-Logik greifen ineinander — und entscheiden, ob deine Werbe-Euros wirklich Profit erzeugen. Sprich mit uns, wenn du wissen willst, wo deine Hebel liegen.

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