KUR-Rechner
mit Margen-Logik.
Kosten-Umsatz-Relation live berechnen — mit Bruttomarge, Profit-Anzeige, Break-Even-KUR und automatischer ROAS-Umrechnung. Für sauberes E-Commerce-Reporting im DACH-Raum.
Die im betrachteten Zeitraum gezahlten Werbekosten.
Bruttoumsatz aus der Kampagne — idealerweise nach Retouren- Abzug.
Anteil des Umsatzes nach Wareneinsatz / COGS.
Deine KUR liegt 7.8 Prozentpunkte unter der Bruttomarge — die Kampagne erzeugt nach Abzug der Werbekosten echten Gewinn.
Bei einer Bruttomarge von 30 % darfst du höchstens diesen KUR fahren, ohne draufzuzahlen:
Faustregel: Solange KUR ≤ Bruttomarge, ist die Werbung kostendeckend. Mit Wachstumsabsicht kann eine KUR über der Marge bewusst gefahren werden — vorausgesetzt, der CLV kompensiert das.
Beide Kennzahlen messen dasselbe — nur invers. Die wichtigsten Werte zum schnellen Übersetzen:
Vorteile
Was dir der KUR-Rechner bringt.
Profit statt Pauschalziel
KUR allein sagt nichts darüber, ob du Geld verdienst. Mit Marge berechnen wir Bruttogewinn, Nettogewinn und die Break-Even-KUR — die Schwelle, ab der jeder Werbe-Euro Verlust erzeugt.
ROAS-Umrechnung mitgeliefert
Wer mit US-Tools (Google Ads, Meta) arbeitet, denkt in ROAS. Wer mit deutschen Reportings, Affiliate-Verträgen und Marktplätzen arbeitet, in KUR. Wir zeigen beide gleichzeitig — kein Übersetzungsfehler mehr.
DACH-Standard
In deutschen E-Commerce-Reportings ist KUR die geforderte Hauptkennzahl — bei Marktplatz-Provisionen, Affiliate-Modellen und Performance-Agentur-Verträgen. Sauber gerechnet ist Pflicht, nicht Kür.
Tipps zur KUR-Steuerung
6 Hebel für eine saubere KUR-Praxis.
KUR ist einfach gerechnet, aber sauber gesteuert ist sie eine Kunst. Hier die wichtigsten Stellschrauben für E-Commerce.
KUR < Marge ist die Grundregel
Solange deine KUR unter der Bruttomarge liegt, deckt der Bruttogewinn die Werbekosten. Was darüber hinausgeht, ist bewusste Wachstumsinvestition — nicht profitable Werbung.
Retouren vor KUR-Berechnung abziehen
Im Fashion-Handel mit 30–50 % Retourenquote ist die Brutto-KUR aus Google Ads systematisch zu niedrig. Tatsächliche KUR rechnet mit Netto-Umsatz nach Retouren — das ändert die Rechnung erheblich.
KUR-Ziele pro Produktcluster
Pauschal-Ziele wie „max. 25 % KUR“ sind irreführend. High-Margin-Sortiment darf 35 % fahren, Low-Margin-Sortiment muss bei 12 % liegen. Cluster bilden, KUR-Ziele differenzieren.
Wachstums-KUR vs. Profit-KUR trennen
Wachstums-KUR liegt bewusst über Break-Even — du kaufst Marktanteil oder Neukunden, refinanziert über CLV. Profit-KUR liegt darunter — du erntest Bestand. Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Werte.
Nicht mit Werbekostenanteil verwechseln
Werbekostenanteil (WKA) bezieht Werbekosten auf den Gesamtumsatz, KUR nur auf den Werbeumsatz. WKA = Werbekosten / Gesamtumsatz, KUR = Werbekosten / Werbeumsatz. Unsauber gemischte Reportings führen zu Fehlentscheidungen.
Attribution sauber wählen
Last-Click-KUR überzeichnet bezahlte Kanäle, weil sie typischerweise am Funnel-Ende stehen. Data-Driven oder Marketing Mix Modeling für die echte Sicht — sonst verschiebst du Budget basierend auf Phantom-Werten.
Hintergrundwissen
Alles, was du über die Kosten-Umsatz-Relation wissen musst.
Was ist die Kosten-Umsatz-Relation (KUR)?
Die Kosten-Umsatz-Relation (KUR) gibt in Prozent an, welcher Anteil des Umsatzes für Werbung aufgewendet wurde. Eine KUR von 25 % bedeutet: Pro 100 € Werbeumsatz wurden 25 € Werbekosten investiert. Der Rest (75 €) ist Bruttoumsatz — daraus muss noch Wareneinsatz und alle anderen Kosten bezahlt werden.
Die KUR ist im DACH-Raum — und besonders im deutschen E-Commerce — die geforderte Standardkennzahl. Bei Marktplatz-Provisionen, Affiliate-Modellen und Performance-Agentur-Verträgen wird KUR eingefordert, nicht ROAS.
Wie wird die KUR berechnet?
Die Formel ist denkbar einfach:
Beispiel: 1.000 € Werbekosten erzeugen 4.500 € Umsatz → KUR = (1.000 ÷ 4.500) × 100 = 22,2 %. Anders gesagt: 22,2 % des Werbeumsatzes wurden für Werbung aufgewendet.
KUR vs. ROAS — was ist der Unterschied?
KUR und ROAS messen exakt dasselbe — nur invers. Beide beschreiben das Verhältnis von Werbekosten zu Werbeumsatz, aus unterschiedlichen Blickwinkeln:
- ROAS antwortet: Wie viel Umsatz bringt mir jeder Werbe-Euro? (höher = besser)
- KUR antwortet: Welcher Anteil meines Umsatzes geht für Werbung drauf? (niedriger = besser)
Die Umrechnung ist trivial:
KUR 25 % entspricht ROAS 4×. KUR 33 % entspricht ROAS 3×. Welche Kennzahl du nutzt, ist Konvention — oft eine Frage des Tools (Google Ads denkt in ROAS, deutsche Marktplätze und Reportings in KUR) oder des Vertrags (Affiliate-Modelle laufen meist auf KUR-Basis).
Was ist eine gute KUR?
Es gibt keinen universellen „guten“ KUR-Wert. Was zählt, ist immer das Verhältnis zur Bruttomarge:
- 20 % Marge → max. 20 % KUR (Break-Even)
- 30 % Marge → max. 30 % KUR (Break-Even)
- 50 % Marge → max. 50 % KUR (Break-Even)
Profitabel ist jede KUR, die unter der Bruttomarge liegt. Wachstumsorientiert kann auch eine KUR über der Marge Sinn ergeben — vorausgesetzt, der Customer Lifetime Value (CLV) finanziert den Erst-Kauf-Verlust später wieder zurück.
In der Praxis arbeiten viele DACH-E-Commerce-Marken mit KUR-Zielen zwischen 10 und 30 %, abhängig vom Produktmix. Brand-Kampagnen können einstellig sein, Acquisition- Kampagnen bewusst höher.
Häufige Fehler bei der KUR-Steuerung
- KUR mit Werbekostenanteil verwechseln: KUR bezieht sich auf den Werbeumsatz, WKA auf den Gesamtumsatz. Vermischte Reportings führen zu groben Fehlinterpretationen.
- Brutto-KUR statt Netto-KUR: Retouren, Storno und Zahlungsausfälle ignorieren. Im Fashion-Handel kann das die KUR um 30–50 % verzerren.
- KUR-Ziele ohne Margen-Bezug: „Max. 25 % KUR“ ohne Differenzierung nach Sortiment ist Pseudo-Steuerung. High-Margin-Produkte könnten 40 % fahren, Low-Margin müsste bei 12 % bleiben.
- Brand-Kampagnen im selben Topf: Brand-Search-KUR liegt oft im einstelligen Bereich, ist aber inkrementell fast wertlos. Brand- und Non-Brand- Performance separat bewerten.
- Last-Click-Attribution-Bias: Die KUR aus Last-Click-Reports überzeichnet bezahlte Kanäle. Lieber Data-Driven Attribution oder Marketing Mix Modeling für die echte Sicht.
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