ROAS-Rechner
mit Margen-Logik.
Return on Ad Spend live berechnen — und mit Bruttomarge sofort sehen, ob die Kampagne profitabel ist. Inklusive Break-Even- Schwelle, POAS und Channel-Benchmarks.
Was du im betrachteten Zeitraum für die Kampagne ausgegeben hast.
Der durch die Werbung generierte Brutto-Umsatz (vor Margen- und Retouren-Abzug).
Anteil des Umsatzes nach Wareneinsatz / COGS — typisch 25–60 % im E-Commerce.
Über der Break-Even-Schwelle von 3.33×. Die Kampagne erzeugt nach Abzug der Werbekosten echten Gewinn.
Bei einer Marge von 30 % brauchst du mindestens diesen ROAS, um nicht draufzuzahlen:
Pro Euro Werbung kommen 1 €Profit (inkl. Einsatz) zurück. POAS > 1 = profitabel.
Median-Werte 2024. Stark schwankend nach Branche, Zielsetzung und Reife der Kampagne.
Quellen: LocalIQ / WordStream Industry Benchmark Report 2024, Statista E-Commerce Marketing 2024. Werte sind branchenübergreifende Mittelwerte und ersetzen keine eigene Account-Analyse.
Vorteile
Was dir der ROAS-Rechner bringt.
Profitabilität statt Eitelkeit
ROAS allein sagt nichts darüber, ob du Geld verdienst. Mit Marge im Eingabefeld berechnet das Tool den echten Nettogewinn und die Break-Even-Schwelle — die einzigen Zahlen, die wirklich zählen.
Channel-Vergleich
Die Channel-Benchmarks zeigen, wo dein ROAS im Vergleich zur Branche liegt. Mit transparenten Quellen aus LocalIQ / WordStream und Statista — keine Magic Numbers.
POAS als nächste Stufe
Profit on Ad Spend ist die ROAS-Erweiterung, mit der ernsthafte Performance-Marketer arbeiten. Sobald du eine Marge angibst, rechnen wir POAS automatisch mit.
Tipps zur ROAS-Steuerung
6 Hebel für profitablere Werbeausgaben.
ROAS optimieren ist nicht das Gleiche wie Profit optimieren. Hier die Stellschrauben, die wirklich auf die Bottom-Line einzahlen.
Marge ist der Schlüssel
Ein ROAS von 4× kann bei 25 % Marge profitabel sein — und bei 20 % Marge ein Verlustgeschäft. Niemals ROAS-Ziele ohne Margenbetrachtung setzen, sonst optimierst du in die falsche Richtung.
Retouren mitrechnen
Im Fashion-E-Commerce werden 30–50 % der Bestellungen retourniert — der ROAS-Wert in Google Ads ignoriert das. Rechne mit Netto-Umsatz nach Retouren, nicht mit Brutto-Order-Volume.
Attribution sauber wählen
Last-Click-ROAS überzeichnet bezahlte Kanäle, Data-Driven verteilt Credits realistischer. Wenn dein Tool nur Last-Click kann, sei dir bewusst: Der echte ROAS deiner Search-Ads ist meistens niedriger als der Report behauptet.
Inkrementalität prüfen
Brand-Search-Kampagnen haben oft ROAS-Werte von 10×+ — aber wären die Kunden auch organisch gekommen? Inkrementalitätstests (Geo-Holdout, Conversion-Lift) zeigen den wahren Effekt deiner Werbung.
CLV statt Erst-ROAS
Bei wiederkehrenden Kunden ist der erste Kauf nur ein Anteil am Kundenwert. Wer auf CLV-ROAS optimiert (Customer Lifetime Value statt Erst-Order-Wert), kann profitabel mehr ausgeben — und gewinnt im Bid-Wettbewerb.
POAS als Ziel-KPI
Profit on Ad Spend rechnet Marge direkt mit ein. Tools wie ProfitMetrics oder Oxidian füttern Shopify/Magento-Margen direkt in Google Ads — und du kannst auf echten Profit statt Vanity-ROAS bidden.
Hintergrundwissen
Alles, was du über ROAS wissen musst.
Was ist ROAS?
ROAS (Return on Ad Spend) misst, wie viel Umsatz dir jeder Euro Werbung zurückbringt. Es ist die zentrale Effektivitäts- Kennzahl im Performance-Marketing — schnell zu berechnen, überall einsehbar, und auf den ersten Blick eindeutig.
Genau diese Einfachheit ist gleichzeitig die größte Gefahr: Ein ROAS von 5× klingt erstmal stark, aber ohne Margen-, Retouren- und Attributions-Kontext sagt er praktisch nichts darüber aus, ob du tatsächlich Geld verdienst.
Wie wird ROAS berechnet?
Die Formel ist simpel:
Beispiel: 4.500 € Umsatz aus einer Kampagne, die 1.000 € gekostet hat → ROAS = 4,5×. Manche Plattformen geben den Wert auch in Prozent an: 4,5× entspricht 450 %. Inhaltlich identisch.
ROAS vs. POAS — was ist der Unterschied?
ROAS misst Umsatz pro Werbe-Euro. POAS (Profit on Ad Spend) misst Profit pro Werbe-Euro. Der Unterschied ist entscheidend, sobald du unterschiedliche Margen oder Produktkategorien bewirbst.
Beispiel:
- Produkt A: AOV 100 €, Marge 20 %, ROAS 5× → 100 € Umsatz, 20 € Bruttogewinn, 20 € Werbekosten → 0 € Profit
- Produkt B: AOV 100 €, Marge 50 %, ROAS 3× → 100 € Umsatz, 50 € Bruttogewinn, 33 € Werbekosten → 17 € Profit
Produkt B hat einen schlechteren ROAS, aber besseren POAS — und ist die wirtschaftlich klügere Wahl. Wer nur auf ROAS bidet, verschiebt Budget oft genau in die falsche Richtung.
Was ist ein guter ROAS?
Es gibt keinen universellen „guten“ ROAS. Was zählt, ist immer das Verhältnis zur Marge:
- 20 % Marge → Break-Even bei ROAS 5,0×
- 30 % Marge → Break-Even bei ROAS 3,3×
- 50 % Marge → Break-Even bei ROAS 2,0×
- 70 % Marge → Break-Even bei ROAS 1,4×
Ein SaaS-Anbieter mit 80 % Marge kann profitabel mit ROAS 1,5× fahren. Ein Mode-Shop mit 25 % Marge und 30 % Retouren-Quote braucht eher 6×, um wirklich Geld zu verdienen. Branchenweite ROAS-Benchmarks ohne Margen- Kontext sind irreführend.
Hinzu kommt: Wer Wachstum priorisiert, akzeptiert bewusst niedrigere ROAS-Werte (oder sogar Verluste auf den ersten Kauf), um Marktanteile aufzubauen — sofern die CLV das später wieder reinholt.
Häufige Fehler bei der ROAS-Steuerung
- ROAS-Ziele ohne Margen-Logik: „Wir brauchen 4× ROAS“ — gilt das für alle Produkte gleichermaßen? Margen-Cluster bilden und differenzieren.
- Brand-Search im selben Topf: Brand-Keywords haben oft 10×+ ROAS — aber inkrementell fast 0. Brand- und Non-Brand-Performance separat bewerten.
- Last-Click-Attribution: überschätzt bezahlte Kanäle, weil sie typischerweise am Ende der Customer Journey stehen. Data-Driven oder Marketing Mix Modeling für die echte Attributions-Sicht.
- Bruttoumsatz statt Nettoumsatz: Retouren, Storno und Zahlungsausfälle nicht abziehen. Im Fashion bedeutet das oft 30–50 % „Phantom-Umsatz“ in der ROAS-Berechnung.
- Auf ROAS optimieren, statt auf Profit: Die Plattform belohnt, was du belohnst. Wer Tool-seitig auf ROAS biddet, bekommt ROAS — auch wenn sich Profit verschlechtert. Lieber direkt POAS-/Profit-basiert biden.
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